Methoden aus der Dramapädagogik können sehr gut im Leseunterricht eingesetzt werden, um sich in Figuren hineinzuversetzen, um Inhalte vertiefend herauszuarbeiten, um auf Motive und Zusammenhänge von und zwischen Akteuren sichtbar zu machen. Dramapädagogik setzt stark auf subjektives Erleben und Erfahren und stellt Prozesse und Einsichten in den Vordergrund dieses lebenspraktischen und sozialen Lernens. Anwendungen der Methoden sollen achtsam durchgeführt werden, nicht jeder kann und will in jede Rolle eintauchen, vorbereitende Warm-ups und Rollen abschließende Momente sollten ein gutes Gelingen ermöglichen.

Der heiße Stuhl

Diese Methode wird angewendet, um sich mit Figuren, die in einem gelesenen Text oder Buch vorkommen, vertiefend zu beschäftigen. Kinder sitzen mit der Lehrperson im Halbkreis, gegenüber steht der "heiße Stuhl". Auf diesem nimmt ein Kind Platz, das in die Rolle dieser Figur schlüpft. Durch geschicktes Fragen der Lehrperson werden Charaktermerkmale, Einstellungen, Meinungen...
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Gedanken von Standbildern abfragen

Mit dieser Methode kann man wesentliche oder entscheidende Abläufe einer Geschichte vertiefend betrachten. Geeignet sind Textstellen, die eine szenische Darstellung von Personen zulassen. Kinder können so Aktionen und Reaktionen von Personen und ihre Gedankengänge dazu nachvollziehbar miterleben...